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đ TEIL 1
Monisblog.ch

Hi liebe Blogleserinnen,
wie ihr wisst, habe ich mich vor sieben Monaten dazu entschlossen, meinen Account auf meinem geliebten sozialen Netzwerk zu löschen. Vielleicht denkt ihr jetzt: Na und? Das ist doch nichts Besonderes. Aber glaubt mir, die Entscheidung fiel mir ĂŒberhaupt nicht leicht.
FĂŒr mich gehörte der Besuch meiner Lieblingsplattform genauso selbstverstĂ€ndlich zur Alltagsroutine wie das ZĂ€hneputzen. Aus diesem Grund hatte ich vor allem in der ersten Zeit stĂ€ndig das GefĂŒhl, dass ich etwas verpasse, dass meine Freunde ihre Erlebnisse miteinander teilten und ich nicht daran teilnehmen konnte. Damals dachte ich: Wer nicht online dabei ist, wenn sich Leute unterhalten, erfĂ€hrt nichts darĂŒber oder wird sogar vergessen.
In den letzten Jahren war es fast unvorstellbar fĂŒr mich, etwas Cooles zu erleben und das nicht zu posten. Aber mit der Zeit wurde das ziemlich stressig, denn den engsten Freunden nur Urlaubsfotos zu zeigen, ist mittlerweile altmodisch geworden. Gleichzeitig wurde ich immer neidischer auf tolle Erlebnisse, die andere posteten. Bis mir irgendwann klar wurde: So geht es nicht weiter!
Einen Anfang machte ich, indem ich die App der Plattform von meinem Smartphone löschte. Danach war es mir nur noch ĂŒber den PC möglich, auf soziale Medien zuzugreifen. Wollt ihr wissen, was das Ergebnis war?
Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass ich konzentrierter war, weil mich nicht stĂ€ndig jemand am digitalen Ărmel zupfte und âGuck mal hier!â rief. AuĂerdem hatte ich das GefĂŒhl, weniger Zeit zu vergeuden. Ich verabredete mich öfter mit meinen Freunden aus der Schule, wofĂŒr ich frĂŒher selten Zeit hatte.
Zugegeben, ich hatte oft mit Langeweile zu kĂ€mpfen, denn plötzlich hatte ich so viel Zeit zur VerfĂŒgung, mit der ich zu Beginn nichts anzufangen wusste. Aber dadurch wurde ich wieder kreativ und mittlerweile habe ich ja diesen Blog begonnen. Keine schlechte Alternative, oder?
Vielleicht bekomme ich nun nicht mehr so sehr mit, was meine Freunde am anderen Ende der Welt jeden Tag tun. Das Wichtigste können sie mir auf jeden Fall in E-Mails oder am Telefon erzÀhlen. Und darauf kommt es doch an, oder?
Bis bald,
eure Monika